Nationalpark-Partner-Hotel

 

Als Nationalpark-Partner-Hotel geben wir Ihnen Tipps und Hinweise rund um den Nationalpark. Desweiteren bieten wir hoteleigene naturkundliche Strand - und Wattwanderungen, Fahrradtouren und vieles mehr an. Wir sind Partner des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. (www.nationalpark-sh-wattenmeer.de)

Föhr "Die grüne Insel"
Mitten im NATIONALPARK Schleswig-Holsteinischen WATTENMEER !
Sie befinden sich im grössten Nationalpark Deutschlands, ja sogar Mitteleuropas !
Seit 1985 eingerichtet
Grösse seit 17.12.1999 - ca. 4410qkm (441000 Hektar) (neues Walschutzgebiet)

 


1Die Grenze des Nationalparks!

Die Grenze beginnt jedoch erst 150m vor Inselküsten und Deichen und nimmt damit die unmittelbare Uferzone für die traditionelle Nutzung sowie für den Küstenschutz aus. Das Gesamtgebiet ist in 3 Zonen eingeteilt. Die Zone 1 umgrenzt ökologisch besonders wertvolle Watten, die einen entsprechenden Schutzstatus erhielten. Die Zone 2, deren Grenzen noch nicht festgelegt sind und sich nach zukünftigen praktischen Erfahrungen ausrichten, bildet den Übergang zur Zone 3. Hier sind naturverträgliche Massnahmen zugelassen.


5Einflussreiche Gezeiten verändern das Watt!
Ständig verändert sich durch den Gezeitenwechsel das Landschaftsbild im Watt und bietet den Betrachtern stündlich neue Natureindrücke.

GEZEITEN
Viele Meere, so auch die Nordsee, haben nicht immer einen gleich hohen Wasserstand. Ihr Wasserspiegel steigt und fällt Tag für Tag in regelmässigen Abständen. Diese regelmässigen Bewegungen des Wassers werden Gezeiten oder Tiden genannt. Die Gezeiten kommen durch Kräfte zustande, die auf die ganze Erde einwirken, vor allem aber die grossen beweglichen Wassermassen in Bewegung versetzt.
Es sind:
1.) die Anziehungskräfte, die Mond und Sonne auf die Erde ausüben, und
2.) die Fliehkräfte, die dadurch entstehen, dass die Erde und Mond sich drehen.
Es entstehen zwei Flutberge auf der Erde, einer auf dem Mond zugewandten und einer auf der abgewandten Seite. Unter diesen dreht sich die Erde hindurch. Da der Mond an einem Tag 1/28 auf der Umlaufbahn um die Erde weiter gelaufen ist, beträgt der Abstand zwischen zwei Hochwassern nicht nur 12 Stunden, sondern eine knappe halbe Stunde mehr.


EBBE
Ebbe nennt man das langsame Ablaufen des Wassers und Fallen des Wasserspiegels in einem Meer. Eine Ebbe dauert etwas 6 Stunden und 20 Minuten. Am Ende der Ebbe ist ein sehr niedriger Wasserstand des Meeres erreicht, das (Tide-) Niedrigwasser. Das Wattenmeer ist "trockengefallen", und man kann auf dem Meeresboden spazierengehen. Wasser fliesst dann aber noch in den Prielen, die das Watt wie die Flüsse das Festland durchziehen.


FLUT
Flut ist das langsame Auflaufen des Wassers und Steigen des Wasserspiegels in einem Meer. Dies erfolgt in etwa 6 Stunden, also etwas schneller als das Ablaufen des Wassers. Am Ende der Flut ist ein sehr hoher Wasserstand des Meeres erreicht, das (Tide-) Hochwasser. Der "Tidenhub", der Unterschied von Niedrig- zu Hochwasser, beträgt bei uns etwa 2,5 Meter.


WATT

Das Watt ist ein flaches Gebiet an der Küste eines Meeres, das abwechselnd bei Flut mit Wasser bedeckt wird und bei Ebbe trockenfällt. Wattboden kann sandig und fest, aber auch schlickig und weich sein.


Erlebenswerte Tier- und Pflanzenwelt!


6

"ES KRIBBELT & KRABBELT IM WATT"
Was als erstes im Watt auffällt, sind die vielen Sandhäufchen, die den Wattboden wie mit Pickeln übersät aussehen lassen.

7Sie stammen von Pierwurm. Dieser Wurm, auch Wattwurm genannt, lebt in einer U-förmigen Röhre im Sandwatt. Er frisst den Sand, der in dieser Röhre rutscht, in sich hinein, ernährt sich von darin enthaltenen winzigen Algen und scheidet den Sand des U´s wieder aus. Die Sandkringel, die man überall sieht, sind also "Kothäufchen" des Pierwurms.


8Ein kunstvoller Baumeister ist der Bäumchenröhrenwurm. Er klebt sich aus einzelnen Sandkörnern eine Wohnröhre zusammen. Ihr oberer Teil schaut mit kronenartigen Verzweigungen aus dem Wattboden heraus. Sein Baumaterial sammelt der Wurm mit langen, fadenförmigen Fortsätzen am Kopf zusammen und kittet es mit einer klebrigen Flüssigkeit, die er in einer Drüse produziert, aneinander. Die Bäumchenkrone der Wohnröhre dient als Fangnetz, um kleine Algen aus dem Wasser herauszufischen.

9

Am weitesten oben im Wattboden vergräbt sich die Herzmuschel. Spurenleser finden sie trotzdem sofort: denn flachen Furchen auf dem Boden zeigen, wo sie gekrochen ist. Zwei winzige Löcher nebeneinander im Boden sind die Öffnungen ihrer beiden Atemrohre, mit denen sie frisches Wasser ansaugt und verbrauchtes Wasser wieder ausstösst. Aus diesem Wasserstrom werden auch die winzigen Schwebstoffe, von denen die Muschel sich ernährt, herausgefiltert.

 

10Die einzigste Muschel, die auf dem Boden lebt und sich nicht eingräbt ist die Miesmuschel. Sie haftet sich mit selbst gesponnenen Fäden auf dem Sandwatt- an Pfählen und Buhnen, oder an ihren Nachbarn fest und bildet so grosse Muschelbänke, auf denen bis zu 2000 Individuen/qm in mehreren Schichten lagern können.

 

 

 

11

Besonders profitieren die Seepocken von den Muschelbänken im Wattenmeer. Nur Experten wissen, dass die Seepocke ein Krebs ist. Sie sitzt auf Steinen, Pfählen, Muschelschalen und Schneckenhäusern. Aus mehreren Kalkplatten baut sich die junge Seepocke, die noch frei herumschwimmt, ein kegelförmiges Gehäuse mit Deckel, in dem sie von nun an festwachsen ist. Ihre zu einem Netz verwachsenen Füsse streckt sie aus diesem Gehäuse heraus, um Nahrungsteilchen aus dem Wasser zu keschern.

 

 

 

 

 

 


12Im Schlick sieht man auch häufig die etwa 2 cm grosse Strandschnecke, die auch an Steinkanten und Buhnen lebt. Sie Verschliesst ihre Gehäuseöffnung bei Trockenheit mit einem kleinem Deckel.

 

 

 

 

 

 

13Winzig ist die Wattschnecke. Unkundige halten die grossen Mengen von Wattschnecken, die weite Strecken des Bodens bedecken, zunächst für groben Sand. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man die kleinen spitzen Schneckengehäuse.

 

 

 

 


14Nicht die Möve, sondern der Austernfischer ist der Charaktervogel des Wattenmeeres. Wie ein zu klein geratener Storch mutet er zunächst an, wenn er eilig vor den Wattwanderern herennt. Der "Halligstorch", oder auch "Strandsegler" genannt, ist haustaubengross, trägt ein elegantes schwarz-weisses Gefieder, einen langen und kräftigen roten Schnabel und hat rote Beine. Kaum ein Strandvogel macht durch laute und häufige Rufe so eindringlich auf sich aufmerksam.

 

 

 


15Die gansgrosse Silbermöve erreicht eine Spannweite von 140 cm, hat einen hakenförmigen Schnabel mit einem roten Fleck am Unterschnabel (Auslöser für das Picken des Jungvogels) und schwarze Handschwingen. Silbermöven leben in Dauerpartnerschaft und verständigen sich mit etwa 15 verschiedenen Rufen. Sie können bis 30 Jahre alt werden. Sie verteidigen das Gelege und ihre Jungen durch Sturzangriffe, die durch das Auswerfen einer übelriechenden Flüssigkeit noch wirksamer werden.

 

 

16Die taubengrosse Lachmöve mit dem braunschwarzen Kopf im Brut- und dem weissen Kopf mit einem dunklem Fleck hinter dem Auge im Ruhekleid. kam erst in den 50er Jahren in grösseren Zahlen an die Küste. Sie ist Allesfresser, lebt in Saisonnähe, ist Koloniebrüter und sehr lernfähig. Auffällig ist ihre schlanke Gestalt mit rotem Schnabel und Beinen.

 

 

 

 

17Der amselgrosse Rotschenkel trägt seinen Namen zurecht. Der braungefleckte, hochbeinige Watvogel ist sehr lebhaft, aber dennoch im Freiland leicht auszumachen, da er gerne an erhöhten Standorten sitzt. Seine Beine und der Schnabel sind rotorange- die Schnabelspitze dunkel. Seine Art gilt in Deutschland als "gefährdet".

 

 

 

 

18Zur Familie der Limikolen zählt auch der hochbeinige Säbelschnäbler. Der schwarz-weiss gezeichnete Vogel hat einen aufwärts gebogenen Schnabel, mit dem er im Flachwasser nach Kleintieren "säbelt". Anders als seine Verwandten kann der Säbelschnäbler ausgezeichnet schwimmen. Durch Landgewinnungs- und Eindeichungsmassnahmen mit Salzwiesen und Lagunen sind diese Vögel, der an der Nordseeküste schon fast verschwunden war, neue Brutreviere entstanden, die seinen speziellen Ansprüchen entsprechen.

 

 

 

19Im nordfrischischen Wattenmeer ist die Eiderente der häufigste Entenvogel. Eiderenten sind ausgezeichnete Schwimmer und Taucher. Ihre Hauptnahrung besteht aus Miesmuscheln, für die sie mehr als 50m tief tauchen können, um sie zu erreichen. Sie ist grösser als eine Stockente mit sehr flacher Stirn und fast dreieckigem Kopf. Im Brutkleid ist der Erpel oberseits weiss mit schwarzer Kopfkappe und grünlichen Hinterkopfzonen, am Unterkörper schwarz gefärbt. Das Weibchen einheitlich dunkelbraun. Die Beine und der Schnabel sind beim Erpel und Weibchen dunkel. Sie hält sich das ganze Jahr über hier auf.

 

 


20Der Queller erinnert mit seinen durchweg rund 20 cm hohen, fleischigen Büscheln an kleine Kakteen - nicht ohne Grund. Beide speichern in ihrem Gewebe viel Wasser, der Kaktus, um Trockenzeiten zu überdauern, der Queller, um schädliche Salzkonzentration zu vermeiden. Die Blätter des Quellers sind schuppenartig zurückgebildet und mit Ästen verwachsen. Im Spätsommer und Herbst färben sich die Quellerbestände intensiv rot um.

 

 

 

21Der Strandflieder (auch "Bondestave" genannt) hält die breiten, rosavioletten Blütenkronen auf derben Stengel nur etwa handhoch über dem Boden, überzieht aber dicht stehend oft hektarweise das Hallig- und Salzwiesenland und erinnert fast an die spätsommerliche Heideblüte. Der Strandflieder ist durch rigoroses Abflücken derart dezimiert worden, dass er unter Naturschutz gestellt werden musste, um seinen Fortbestand zu sichern.

 

 

 

22Im Spätsommer erscheint auch dann der silbrigglänzende Strandbeifuss auch Strandwermut genannt. In dichten Beständen am Wattufer und an den Grabenkanten der Salzwiesen leuchtet er hervor. Er ist eine alte Arzneipflanze und riecht beim Zerreiben stark aromatisch.

 

 

 

 

 

 

 

 

23Die wohl bekannteste Dünenpflanze ist der Strandhafer. Auf höheren Dünen und insbesondere im Bereich von Wanderdünen kann er sich oft als einzigster Vertreter der Pflanzenwelt behaupten. Er wird auch zur Befestigung von Dünen und Strandzonen künstlich angepflanzt. Seine Wurzeln reichen metertief hinein in den Boden, und die langen, spitzen Blätter sind eingerollt, um Verdunstungen zu reduzieren.

 

 

 

Wir wünschen Ihnen erlebenswerte Stunden, Tage und Wochen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.