Nationalpark-Partner-Hotel - Vögel

14Nicht die Möve, sondern der Austernfischer ist der Charaktervogel des Wattenmeeres. Wie ein zu klein geratener Storch mutet er zunächst an, wenn er eilig vor den Wattwanderern herennt. Der "Halligstorch", oder auch "Strandsegler" genannt, ist haustaubengross, trägt ein elegantes schwarz-weisses Gefieder, einen langen und kräftigen roten Schnabel und hat rote Beine. Kaum ein Strandvogel macht durch laute und häufige Rufe so eindringlich auf sich aufmerksam.

 

 

 


15Die gansgrosse Silbermöve erreicht eine Spannweite von 140 cm, hat einen hakenförmigen Schnabel mit einem roten Fleck am Unterschnabel (Auslöser für das Picken des Jungvogels) und schwarze Handschwingen. Silbermöven leben in Dauerpartnerschaft und verständigen sich mit etwa 15 verschiedenen Rufen. Sie können bis 30 Jahre alt werden. Sie verteidigen das Gelege und ihre Jungen durch Sturzangriffe, die durch das Auswerfen einer übelriechenden Flüssigkeit noch wirksamer werden.

 

 

16Die taubengrosse Lachmöve mit dem braunschwarzen Kopf im Brut- und dem weissen Kopf mit einem dunklem Fleck hinter dem Auge im Ruhekleid. kam erst in den 50er Jahren in grösseren Zahlen an die Küste. Sie ist Allesfresser, lebt in Saisonnähe, ist Koloniebrüter und sehr lernfähig. Auffällig ist ihre schlanke Gestalt mit rotem Schnabel und Beinen.

 

 

 

 

17Der amselgrosse Rotschenkel trägt seinen Namen zurecht. Der braungefleckte, hochbeinige Watvogel ist sehr lebhaft, aber dennoch im Freiland leicht auszumachen, da er gerne an erhöhten Standorten sitzt. Seine Beine und der Schnabel sind rotorange- die Schnabelspitze dunkel. Seine Art gilt in Deutschland als "gefährdet".

 

 

 

 

18Zur Familie der Limikolen zählt auch der hochbeinige Säbelschnäbler. Der schwarz-weiss gezeichnete Vogel hat einen aufwärts gebogenen Schnabel, mit dem er im Flachwasser nach Kleintieren "säbelt". Anders als seine Verwandten kann der Säbelschnäbler ausgezeichnet schwimmen. Durch Landgewinnungs- und Eindeichungsmassnahmen mit Salzwiesen und Lagunen sind diese Vögel, der an der Nordseeküste schon fast verschwunden war, neue Brutreviere entstanden, die seinen speziellen Ansprüchen entsprechen.

 

 

 

19Im nordfrischischen Wattenmeer ist die Eiderente der häufigste Entenvogel. Eiderenten sind ausgezeichnete Schwimmer und Taucher. Ihre Hauptnahrung besteht aus Miesmuscheln, für die sie mehr als 50m tief tauchen können, um sie zu erreichen. Sie ist grösser als eine Stockente mit sehr flacher Stirn und fast dreieckigem Kopf. Im Brutkleid ist der Erpel oberseits weiss mit schwarzer Kopfkappe und grünlichen Hinterkopfzonen, am Unterkörper schwarz gefärbt. Das Weibchen einheitlich dunkelbraun. Die Beine und der Schnabel sind beim Erpel und Weibchen dunkel. Sie hält sich das ganze Jahr über hier auf.