Nationalpark-Partner-Hotel - Tier und Pflanzenwelt

Erlebenswerte Tier- und Pflanzenwelt!


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"ES KRIBBELT & KRABBELT IM WATT"
Was als erstes im Watt auffällt, sind die vielen Sandhäufchen, die den Wattboden wie mit Pickeln übersät aussehen lassen.

7Sie stammen von Pierwurm. Dieser Wurm, auch Wattwurm genannt, lebt in einer U-förmigen Röhre im Sandwatt. Er frisst den Sand, der in dieser Röhre rutscht, in sich hinein, ernährt sich von darin enthaltenen winzigen Algen und scheidet den Sand des U´s wieder aus. Die Sandkringel, die man überall sieht, sind also "Kothäufchen" des Pierwurms.


8Ein kunstvoller Baumeister ist der Bäumchenröhrenwurm. Er klebt sich aus einzelnen Sandkörnern eine Wohnröhre zusammen. Ihr oberer Teil schaut mit kronenartigen Verzweigungen aus dem Wattboden heraus. Sein Baumaterial sammelt der Wurm mit langen, fadenförmigen Fortsätzen am Kopf zusammen und kittet es mit einer klebrigen Flüssigkeit, die er in einer Drüse produziert, aneinander. Die Bäumchenkrone der Wohnröhre dient als Fangnetz, um kleine Algen aus dem Wasser herauszufischen.

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Am weitesten oben im Wattboden vergräbt sich die Herzmuschel. Spurenleser finden sie trotzdem sofort: denn flachen Furchen auf dem Boden zeigen, wo sie gekrochen ist. Zwei winzige Löcher nebeneinander im Boden sind die Öffnungen ihrer beiden Atemrohre, mit denen sie frisches Wasser ansaugt und verbrauchtes Wasser wieder ausstösst. Aus diesem Wasserstrom werden auch die winzigen Schwebstoffe, von denen die Muschel sich ernährt, herausgefiltert.

 

10Die einzigste Muschel, die auf dem Boden lebt und sich nicht eingräbt ist die Miesmuschel. Sie haftet sich mit selbst gesponnenen Fäden auf dem Sandwatt- an Pfählen und Buhnen, oder an ihren Nachbarn fest und bildet so grosse Muschelbänke, auf denen bis zu 2000 Individuen/qm in mehreren Schichten lagern können.

 

 

 

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Besonders profitieren die Seepocken von den Muschelbänken im Wattenmeer. Nur Experten wissen, dass die Seepocke ein Krebs ist. Sie sitzt auf Steinen, Pfählen, Muschelschalen und Schneckenhäusern. Aus mehreren Kalkplatten baut sich die junge Seepocke, die noch frei herumschwimmt, ein kegelförmiges Gehäuse mit Deckel, in dem sie von nun an festwachsen ist. Ihre zu einem Netz verwachsenen Füsse streckt sie aus diesem Gehäuse heraus, um Nahrungsteilchen aus dem Wasser zu keschern.

 

 

 

 

 

 


12Im Schlick sieht man auch häufig die etwa 2 cm grosse Strandschnecke, die auch an Steinkanten und Buhnen lebt. Sie Verschliesst ihre Gehäuseöffnung bei Trockenheit mit einem kleinem Deckel.

 

 

 

 

 

 

13Winzig ist die Wattschnecke. Unkundige halten die grossen Mengen von Wattschnecken, die weite Strecken des Bodens bedecken, zunächst für groben Sand. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man die kleinen spitzen Schneckengehäuse.