Prima Klima

Die Klimawirkung wird durch Jahreszeit und Witterung geprägt. Das Seeklima bietet dem Organismus Schutz vor Belastung (Reinheit der Luft, Allergenarmut, keine Schwüle im Sommer und relativ milde Temperaturen im Winter bei geringer Tagesschwankung der Temperatur), heilende Wirkung (maritimes Aerosol in der Brandungszone) und Reize (Abkühlungsgrösse durch den Wind sowie Sonnenstrahlung). Diese stimulieren durch heilsame Störung die unspezifischen Abwehrkräfte.

Atopiker mit saisonabhängiger Allergie gegen Pollen können entlastet werden. Die Allergie ist nur ein Faktor, die Hyperreagibilität der Bronchialschleimhaut und die Stimulierung der unspezifischen Immunität können beeinflusst werden.

Durch die windabgewandte Ostlage und den vorgelagerten Inseln Amrum und Sylt sowie den Halligen und der nur 5 km weiten Entfernung vom Festland verfügt die Insel Föhr über ein mildes Nordseereizklima. Durch die östliche Lage in einer Bucht der Insel, befindet sich das Seeheilbad Wyk vor den zumeist vorherrschenden Westwinden des weiteren geschützt.

Ein Aufenthalt an der See bedingt eine allgemeine physische und psychische Konditionierung sowie eine nachweisbare Erhöhung der Regulationsfähigkeit, von der besonders Patienten mit rezidivierender oder chronisch entzündlicher Veränderung der Atemwegsschleimhaut profitieren.

Die Salinität des maritimen Aerosols ist am Strand der Nordsee mit einem Salzgehalt um 3,2 % am stärksten (Ostsee um 1,0 %). Bei geeigneten Krankheiten, die Therapieresistenz oder Rezidivneigung aufweisen, sollte die Klima-Therapie frühzeitig eingesetzt werden, je eher desto besser. Die Klimareize sollten zu Beginn des Aufenthalts dosiert werden. Die besten Erfolge werden erzielt, wenn die Klimakuren an der See frühzeitig und lange genug durchgeführt und in möglichst kurzem Abstand wiederholt werden.

Das milde Nordseereizklima mit durch den Golfstrom bedingten wärmeren Wintern hat sich als besonders heilungsfördernd bei Atemwegs- und Hauterkrankungen, Allergien und einer Reihe anderer chronischen Erkrankungen gezeigt. Der ständig wehende Seewind sowie der Wechsel von Abkühlung mit starker Sonneneinstrahlung führen zu einer deutlichen Besserung thermoregulatorischer Funktionen und damit zu einer besseren Immunsituation. Hervorzuheben ist auch die geringe atmosphärische Belastung durch Pollenallergene und Schadstoffe, die sich ebenfalls deutlich auf die Entlastung der Atemorgane auswirkt.